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In der Lüneburger Heide mit Hund zu wandern, macht nicht nur in den Heideflächen Spaß. Diese Region wartet auch mit schönen Wegen durch kleine Dörfer und die Natur auf. Einer dieser Wege ist der Wanderweg „Wo Eisvogel und Fischotter sich Gute Nacht sagen“.

Eckdaten zum Wanderweg

Länge: ca.4km / 9,5km / 17,5km
Höhenmeter: keine Angabe
Landschaft: Felder & Wälder, Dörfer, Teiche & Flüsse
Eignung: Landschafts-, Makro-, Tierfotografie & Langzeitbelichtung
Empfehlung Wandermonate: ganzjährig
Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Hundeleine
Qualität der Beschilderung: Sehr gut
Rastplätze: ab und an Bänke
Unsere Erfahrung: 2018, 2019, 2020, 2021 – einer unserer Lieblingswege
Wanderroute Lüneburger Heide Webseite

Was dich erwartet

Bei der mittleren Route: Der Weg führt zuerst auf einer nicht viel befahrenen Straße entlang, um dann in einem breiten Forstweg zu enden. Ein Reiterhof liegt auf dem Weg. Weiter des Weges kann es vorkommen, dass Hunde von den Höfen frei laufen und ein paar kurze Wegstrecken sind nur schmale Pfade vorhanden. Der Großteil der Strecke sind breite Forstwege. Da kaum Höhenunterschiede auf dem Weg zurückgelegt werden und der Unterboden außer auf dem schmalen Pfaden auch für Autos geeignet ist, ist der Weg unserer Meinung nach gut für eine entspannte Wanderung geeignet.

Abweichungen der kleineren und längeren Route: Bei der längeren Route tauchen vermehrt schmale Pfade auf und ein weiterer Ort wird durchquert. Bei der kleineren Wegstrecke bleibt der Weg fast durchgängig breit und führt über eine breite Brücke.

Frau wandert mit Hund im Wald
Es gibt einige breite Wege mitten durch den Wald.

Wird mein Hund den Weg mögen?

Menge von Menschen: wenig → mittel
Menge von Hunden: wenig → mittel
Möglichkeiten zum Ausweichen: vorhanden
Schwierigkeit: leicht
Passende Hundegröße: klein bis groß
Fitness-Level: Spaziergänger (kurze bis mittlere Strecke) → Freizeitsportler (lange Strecke)
Vorbereitung nötig: Ohne Training machbar (kurz bis mittel)
Pinscher-Basset-Mischling in Wald
Auch Don als kleiner Hund hat den Weg schon erfolgreich gemeistert.

Wir erzählen euch unsere Erfahrung und geben Tipps mit bestem Gewissen. Trotzdem schließen wir die Haftung unsererseits aus. Ihr solltet Wandertouren nur starten, wenn sowohl ihr wie auch eure Hunde physisch und psychisch dafür fit seid.

Anfänger auf Höhenflug

Als wir – Kingston und ich – mit dem gemeinsamen Hobby „Wandern“ begannen, liefen wir nur kurze Strecken. Die Strecken in der Lüneburger Heide sind immer passend ausgezeichnet, sodass es schwer ist, sich zu verlaufen und die Strecke einzuschätzen. Aber es ist nicht schwer, Zahlen in der Längenangabe falsch zu lesen.

Die lange Route im Winter

Frohen Mutes wanderten Kingston und ich los. Wir waren die letzten Monate immer wieder Strecken zwischen acht und zehn Kilometer gewandert, da sollten 12 Kilometer doch schaffbar sein. Wir starteten früh morgens, um den Sonnenaufgang zu genießen. Außerdem genießen wir immer die Ruhe beim Wandern und wir hofften, bei der Uhrzeit keiner Menschenseele zu begegnen. Dabei hört sich die Uhrzeit bei Sonnenaufgang auch früher an, als sie war. Denn wir waren im Dezember unterwegs und somit ging die Sonne erst nach acht Uhr früh auf.

Wir nutzten die Gunst der Stunde und des wolkenlosen Himmels und fotografierten ein bisschen am Teich. Die Morgenröte spiegelte sich wunderbar in ihm. Kingston davor wirkte, als würde er von diesen märchenhaften Farben umwoben. Nach kurzer Zeit machten wir uns auf den Weg, den lila Kreisen zu folgen.

Hund und Frau kuscheln im Wald
Nach der Wanderung haben wir diesen Wanderweg noch oft aufgesucht.

Die Morgenröte

Durch das Dorf und die Landstraße entlang begleitete uns die Morgenröte. Wir tauchten in den Wald ein, um den Frost noch etwas mehr auf Fell und Haut zu spüren. Aber kurz nach dem Reiterhof, der anscheinend herrlich für Kingston roch, denn die Nase war interessiert in die Luft gereckt, trafen wir auch wieder kurz auf Felder. Die Morgenröte veränderte sich zu einem Goldton und hüllte die Natur in ein wundervolles Licht. Dank der Sonne wärmten wir uns auf diesem Streckenstück kurz auf, um dann wieder in den Wald einzutauchen.

Durch die Bäume versuchte sich das goldene Licht hindurchzuschlagen, aber es blieb am Waldrand. Der Wald war schummrig und an den Enden glänzte er golden. Dort, wo die Bäume etwas lichter waren, war der Boden in weißen Frost gehüllt. Dieses Phänomen traf auch auf den Weg zu, der uns nach einiger Zeit in ein Dorf führte. Er wurde schmaler und führte zu kleinen Teichen. Ich packte die Kamera für meine ersten Langzeitbelichtungen aus.

Mittagszeit

Die Sonne war zu dem Zeitpunkt schon unaufhörlich gewandert. Sie zeigte Mittag an. Ich merkte mir und Kingston die gewanderten Kilometer an. Ein Blick auf die App bestätigte mein Gefühl. Wir waren nun fast 11 Kilometer gewandert. Für unsere Anfänge war das schon weit. Nun müssten wir bald am Auto sein. Mein Magen knurrte und Kingston schaute auch verdutzt auf die schwindenden Leckerlivorräte.

Nach einigen Belichtungen konnten wir den Weg fortsetzen. Nur wo lang? Es waren kleine Trampelpfade vor uns, nur fehlte die Beschilderung. Wir liefen im Kreis, die Kilometer addierten sich. Nach einiger Zeit fanden wir dann endlich wieder ein Schild- dank den kleinen Teichen, denn ohne sie hätte ich wahrscheinlich nicht mal die kleinen Pfade erkannt. Wir waren nun wieder auf Kurs und Füße, Pfoten wie auch Mägen riefen nach dem Auto und dem Heimweg.

Hund schaut über Berg
„Biste endlich fertig?“

Das Ende – buchstäblich

Aber das ist das Problem, wenn die Weginformationen nicht genau gelesen werden. Der lange Weg dieser Rundwege ist fast 17,5 Kilometer und nicht 12,5 Kilometer lang. Weil wir uns verliefen, addierten wir sogar noch ein paar Kilometer dazu.

Den Rest des schönen Weges konnten wir an diesem Wandertag kaum würdigen. Denn die Sonne ging schon ein paar Kilometer vor dem Auto unter. Die Körper waren diese Weglänge nicht gewohnt und ein ordentliches Frühstück hatte zumindestens ich nicht. Mit knurrendem Mägen, komplett zerschlagen und bei sich gegen die Dämmerung ankämpfende Laternen kamen wir nach fast acht Stunden Wanderung endlich beim Auto an. Wir hatten es geschafft. Mehr als 19 Kilometer haben uns die Füße und Pfoten weit gebracht, ich war stolz. Trotzdem hatte ich aus der Erfahrung gelernt, die nächsten Wanderungen achtete ich penibel auf die Länge.

Hund rennt glücklich über Brücke
Den mittleren Weg sind wir schon oft gegangen und da reicht die Puste auch für einige Sprints.
Kennst du diesen Weg? Wie fandest du ihn?

Hast du eine gute Alternative oder ein besonderes Highlight?

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