Moin und Wuff. Lass uns mal wieder Routine in die Tagebucheinträge reinbringen. Malou macht immerhin jetzt auch ihr eigenes Tagebuch – das VLogBuch. Aber es gibt meins auch und das wollen wir nicht vernachlässigen. Wie weit ich über den Van und dessen Umbau sprechen werde, weiß ich noch nicht, aber falls du alles dazu wissen willst, schreibt Malou das in ihrem VLogBuch nieder. Aber jetzt mal Butter bei den Fleischbrocken, September und Oktober hatten viel zu bieten. Dann mal los.

Fernweg adé

Ende August wanderten wir voller Vorfreude los. Den Selketalstieg wollten wir meistern. Dann würde es eine Wanderpause geben und der Harzer Hexenstieg war danach geplant. Wir wanderten nun auf dem Selketalstieg los und das Wetter war uns schon nicht hold. Es goss fast unaufhörlich wie aus Eimern. Zu Anfang war ich da etwas erzürnt, aber als dann eh die Pfoten nass waren, lief ich auch einfach durch die fetten Pfützen, dass Wasser und Matsch nur so spritzten.

Aber dieses Mal wir waren nicht – im Gegensatz zum Heidschnuckenweg – zu dritt. Wir waren zu viert. Das verkomplizierte alles noch, denn es stellte sich raus, dass Don ein Heimscheißer ist. Übernachtet er mehr als eine Nacht irgendwo, wird es einfacher für ihn. Aber ständig wechselnde Unterkünfte stellten ihn, sein Sich-Lösen und unsere Nerven ganz schön auf die Probe. Als an einem Tag dann der Supergau geschah, in dem Malou und Daniel wichtige Dokumente verloren, ich ein dickes Auge bekam und Don eh nervlich schon sehr zart beseitet war, war der Selketal zumindestens für 2021 gescheitert.

Mann wandert mit Hund im Rucksack im Harz
Don war öfter im Rucksack, da die Streckenlängen zu lang für einen Junghund waren.

Fernweg II abgesagt

Nach dieser Erfahrung ratterten die Hirne von Malou und Daniel, ob wir den Harzer Hexenstieg überhaupt anfangen. Ich muss dazu sagen, wir sind keine Weicheier! In 2020 absolvierten wir den Heidschnuckenweg, obwohl ich kurz vorher zwei OPs hinter mich gebracht habe. Für die beiden war es sogar noch anstrengender, weil die Packlast dank Dosenfutter immens stieg. Don hatte sich bei uns schon eingelebt und das jetzt für einen weiteren Fernweg aufs Spiel setzen? Die Überlegung war, ihn abzusagen. Als dann noch die Möglichkeit aufkam, einen Van zu kaufen, war die Entscheidung gefallen.

Hunde im Transporter/DIY-Van
Unser erstes Bild mit unserem Van

Moin von den Vandogs

Sie suchten nicht lange, aber exzessiv. Dadurch zog im September ein neues Zuhause in Spee ein. Mein Schlösschen, das ich derzeit eher gruselig finde. Hinten ist es ein einziger, rutschiger Metallkasten. Das ist ja wohl nicht wohnlich und sowas von gruselig!

Don kam bei den ganzen Besichtigungen mit, ich nur bei einigen. Ich hatte auch noch das Problem mit dem Auge vom ersten Fernweg und da ging die Gesundheit einfach vor. Aber ich war bei einer Besichtigung an der Ostsee dabei. Ach du lieber Hundenapf, endlich wieder Meer! Das war so schön, wir können dieses Jahr gern an der Nordsee so einen Meertrip wiederholen.

Shar Pei an der Ostsee
Ein paar Bilder, aber viele schöne Momente im Herzen haben wir von der Ostsee mitgebracht.

Die Kurzurlaube im Harz

Da der Van aus dem Harz kam und nicht alle Hotels vom Harzer Hexenstieg stornierbar waren, wurde unser Fernweg schlussendlich auf Miniurlaube im Harz geändert. Für mich alten Wander- und Reisehund war das echt schön, für Don war es doch wieder etwas aufreibend. Aber die Wanderstrecken waren schön, die Unterkünfte wahnsinnig hundefreundlich und so waren die Kurztrips genau das passende für uns, das neu zusammengewürfelte Quartett.

Shar Pei / Hund am Oderteich im Harz
Vor allem der Oderteich war ein Highlight beim Harzwandern.

Shootings, Shootings, Shootings…

Und natürlich musste Malou uns auch auf Bildern festhalten. Sie meinte, Don wächst viel zu schnell. Da gibt es nicht zu wenige Aufzeichnungen, wenn sich alles verändert. Sagt Malou. Deshalb gab es auch ein Halloweenbild mit Don dieses Jahr.

Halloweenbild von Don und King
Da Don noch nicht gut posen kann, musste in Composing her.

Oh ja und wie sich alles veränderte, nicht nur Don. Denn wir waren nun ja auch Vandogs und da sie auch die Verwandlung vom Transporter aufnehmen will, war sie noch mehr mit der Kamera unterwegs. Bei diesen Shootings waren wir kaum anwesend, nur ich bei einem Shooting. Da haben die auch allen ernstes eine fliegende Höllenmaschine – sie nennen es Drohne- mitgenommen. Ich war schon perplex, dass wir mit dem Schlösschen rumfahren und immer wieder anhalten. Das toppte es noch. Aber ich fand mich irgendwann mit dem Schwebeteil zurecht, auch wenn wir keine dicken Kumpels werden.

Selfie von Vandogs
Wir waren auch schon zusammen im Van unterwegs – da gibt es aber Optimierungsbedarf.

Wenn Wandern nicht für den Junghund reicht

Wir waren auch neben den ganzen Kurztrips im September auch im Oktober wandern. Aber solch Wanderwege reichen nicht aus, um einem Junghund zu vermitteln, wie man sich bei Hundebegegnungen verhält. Wir trafen da ja kaum jemanden, außer an einem Samstag, an dem wir fast in eine Treibjagd gerieten. So viel Aufregung brauchen wir aber auch nicht.

Damit Don auch etwas mehr Gewusel mit Menschen und Hunden kennen lernt, gingen wir auch noch in ein Außenmuseum. Dort standen ganz viele Windmühlen und ich fand es echt klasse. Nur Don hat mir ab und an zu viel gebellt. Früher hätte ich mit eingestimmt, aber nun sah ich es nicht ein, wegen einem vorbeilaufenden Hund meine Energiereserven aufzubrauchen.

Energiereserven falsch nutzen

Und wenn wir schon bei Energiereserven falsch nutzen sind: Don hat seine auch genutzt, um unsere Kuscheltiere zu zerstören. Auch meine. Der Knirps muss echt noch lernen, dass die Energie anders besser eingesetzt ist! Zum Beispiel beim Schlafen.

Der quierlige Don sieht das anders. Deshalb war und bin auch immer froh, wenn wir doch mal auch Zeit ohne einander haben. Ich durfte auf Arbeit mit in ein anderes Büro ziehen. Nur wenn ich Lust habe, geh ich zu Malou und Don. Außerdem fährt Don nun auch Fahrrad mit Malou (im Rucksack versteht sich, fürs Laufen ist er noch zu jung). Hach, eine himmlische Ruhe.

Frau fährt Rad mit Hund im Rucksack
Ein Schnappschuss, aber so sieht das Radeln mit Junghund bei uns aus.

Ich bin gespannt, was uns die nächsten Monate erwartet. Auf Ruhe bin ich nicht eingestellt. Dafür ist Don einfach ein zu großes Wusel und von Malous Energielevel will ich gar nicht anfangen. Sie hat mir Anfang September erzählt, dass wir die Fährtenarbeit beginnen wollen. Das hat sie bis jetzt noch nicht getan – sie meinte, Eingewöhnung reicht erst mal. Finde ich auch, war anstrengend genug. Aber mir schwant, dass sie das Fährtentraining bald aufnehmen wird. Dir einen schönen November und Dezember sowie tolle Weihnachten und einen guten Rutsch! Ich melde mich ja erst im Januar wieder.

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