Tadaaa, da bin ich wieder! Zwar hab ich euch schon vom Januar und auch Februar bis April erzählt, aber ich werde sie trotzdem nochmal aufgreifen. In 2019 ist viel passiert, das muss nochmal Revue passiert werden lassen. Ich versuch euch auch wieder paar Tipps zu geben, die ich 2019 gelernt hab. Was 2019 alles im Schnelldurchlauf passierte? Wir waren wandern. Ich bin viel mit Malou gereist. Zudem war ich die längste Zeit meines Lebens von Malou getrennt.

Unsere 4 Tipps aus dem Hundeleben:

    1. Auch Dorfhunde können das Großstadtleben erlernen.
    2. Lange Reisen ohne Hund können bei guter Planung klappen.
    3. Nach ereignisreichen Monate sollten auch ruhige folgen.
    4. Weihnachtsmärkte können ein tolles Stadttraining bieten.

Januar: Ich glaub, mein Gehirn ist ein Sieb.

Tatsächlich fällt mir zum Januar kaum was ein. Wir waren ein bissle wandern. Malou hat sich auf Ihre Prüfungsphase vorbereitet. Mehr gibt es da nicht zu erzählen oder ich hab es vergessen. Dafür kann ich euch umso mehr zu den anderen Monaten sagen.

Februar : Der Shootingmonat

Nachdem Malou ihre Klausuren Anfang Februar geschrieben hat, gab es ganz viel Zeit für mich. Somit konnten wir auch viel wandern. Malous Schwester schloss sich uns ab und zu an. Dadurch konnte Malou auch wieder Bilder von uns machen lassen. Ich sag euch, das ist manchmal schwieriger, als nur allein zu posen. Malou sagt, wie der Fotografierende sich am besten hinstellen soll. Davor stellt sie die Kamera noch ein. Dann versucht sie mich in Pose zu setzen. Sie muss dann auch noch ihre Schokoladenseite zeigen. Danach interagier ich mit Malou oder schau zur Kamera. Also viel mehr Aufwand, als wenn ich allein vor der Kamera stehe. Aber das Posen ist nur ein Bruchteil unserer Wanderungen. Die meiste Zeit genießen wir die Landschaft und das Wetter.

März : Zwischen Dorf und Großstadt

Im März sind wir das erste Mal richtig zwischen Berlin und unserem niedersächsischen Dorf gependelt. Das war vielleicht aufregend! Spandau ist natürlich nicht die Mitte Berlins. Da ist trotzdem viel mehr als bei uns los. Somit waren die ersten Tage gewöhnungsbedürftig. Aber das Treffen mit Eddie lockerte den März auf. Dort konnte ich die angestaute Energie rauslassen. Es war also ein Monat voller Unterschiede, die einiges von mir verlangten. Malou brachte Ruhe rein. Sie wollte mir so viel Ruhe wie möglich bieten, damit ich alle Eindrücke verarbeiten konnte. Das klappte auch.

April : 1x quer durch Deutschland

Nach Berlin kam dann Freiburg. Dort blieben wir einige Tage mit vielen, langen Spaziergängen. Dass die Kirschbäume und andere Frühblüher ihre Knospen noch nicht verloren hatten, hat für einige Frühlingsbilder gesorgt. Der Flückigersee und die Dreisam sind unsere Lieblingsort dort.
Aber wir fuhren auch in den Harz. Unser Weg führte uns auf den Brocken. Mit 20°C waren wir nicht die einzigsten mit dieser Idee. Der Schnee nahe deim Gipfel und darauf überraschte uns. Mit 500 Höhenmeter für die Strecke rauf und dann diese auch wieder runter, war es aber genau das richtige für mich. Wie ihr auf unserem Bayernurlaub wisst: Ich liiiebe Klettern und Höhenmeter.

Mai : Erkundung des Osten von Deutschland

Natürlich fuhren wir jetzt öfter nach Berlin. Das sorgte auch dafür, dass wir Lilly wieder treffen konnten. Das war echt schön. Lilly hatte zwar ab und zu was zu meckern, da sie mich nicht so toll wie ich sie findet. Aber trotzdem hatten wir einen schönen Vormittag – mit Gepose, Bilder, Laufen und gaaanz viel Leckerli. Da lohnt es sich doch, der Lilly-Stimme Paroli zu bieten.
Zudem haben wir die Wälder in Berlin weiter erkundet. Ich durfte auf umgefallene Bäume klettern. Wir konnten über Baumstämme springen. Das war ein riesiger Spaß. Einfach mal das machen, was Freude macht. Das lässt jeden Spaziergang zum Abenteuer werden! Übrigens sind wir auch bei uns wandern gewesen. Lüneburger Heide, auch wenn sie nicht wirklich hügelig ist, lohnt sich immer wieder für’s Wandern.
P.S. Ich bin nun 4 Jahre alt.

Juni : Achtung, Prüfungzeit im Anmarsch

Nachdem die vorherigen Monate mehr Action war, war im Juni eher Ruhe angesagt. Malou bereitete ihre Prüfungsphase vor. Da blieb nicht viel Zeit fürs Fotografieren. Aber Malou hielt an jedem Wochenende trotzdem unseren Wandertag ein. Eigentlich war der Juni so ruhig, dass ich nicht viel mehr dazu sagen kann. Das war aber auch gut so. So konnte ich einmal die Seele baumeln lassen. Ich fand das angenehm, sodass ich auch nicht mehr Action forderte.

Juli : Nach der Ruhe kommt der Sturm

Der ruhige Juni half, Kraft für den Juli zu haben. Ich lernte Motorräder wieder kennen. Aber da Herrchen eins fährt, sind die auch gar keine Monster mehr. Ein Monster würde mir doch nicht einen Lieblingsmenschen nach Hause bringen.
Wir waren auch wieder im Harz. Man kann schon sagen, dass wir zu Harzjunkies mutieren. Aber dort gibt es wenigstens Höhenmeter und mit zwei Autofahrstunden ist es auch nicht so weit wie die anderen deutschen Berge entfernt. Auch in der Lüneburger Heide erkundeten wir wieder Rundwanderwege.

August : Strand, Großstadt & Tierpark

Und da dachten wir noch, der Juli ist turbulent. Nein, nein. Unser August toppte es. Wir waren wieder in Cuxhaven. Einmal Meer im Jahr muss auch einfach sein. Und es war ein Genuss! Ich konnte über Strand und Watt flitzen. Wir konnten uns die frische Meeresbrise um die Nase wehen lassen. Ich hatte mal wieder eine Hündin (zwar nur für paar Tage) mit im Haushalt. Mensch, war das aufregend, aber noch nicht alles.
Denn wir gingen auch in einen Tierpark. Zuletzt als Junghund, um die Toleranzschwelle zu trainieren, hatte ich sowas gesehen. Das hat man mir auch angesehen! Fiepend und aufgedreht sprang ich an der Leine rum. Malou war hocherfreut – nicht. Aber ich besann mich nach der ersten halben Stunde. Dann verlief der Ausflug zum Glück für uns alle gut. Eins will ich noch erwähnen: Geht im August unbedingt zur Heidefläche in eurer Nähe. Eure Menschen werden richtig glücklich sein, so ein schönes Blumenbild von euch zuhaben!

September : Tschüss Malou, Hallo Hundeoma

Für den August könnte ich einen ganzen Roman schreiben, der September kann in einigen Worten erzählt werden: Malou war 3 Wochen mit der Hochschule in Brasilien. Ich wurde gedogsittet von Malous Ma. Es gab große Wiedersehensfreude. Zwischendurch hab ich mich ja auch schon gefragt, ob sie je wieder kommt. Drei Wochen sind im Hundeleben schon irre lang. Aber was denk ich bloß von Malou? Die würde mich nie sitzen lassen!

Oktober : September bitte nachholen

Es switcht immer hin und her mit dem Ruhe-Action-Ausgleich. Der Oktober füllte sich nur wieder so mit Ereignissen. Das wohl anstregenste war das Festival of Lights in Berlin. Da gab es Menschenmassen! Aber wir hielten uns von den sehr befüllten Orten entfernt und so konnten wir es gemeinsam genießen. Solche an die Häuserwände projizierte Grafiken sind doch auch viel schöner und vor allem entspannter als Feuerwerk. Ich finde, wir könnten die gern statt des Feuerwerks einführen.
Auch diesen Monat waren wir natürlich wieder viel wandern. Sowohl im Harz, wie in Berlin und auch in der Lüneburger Heide. Das Besondere war, dass wir Action-Panoramabilder machten. Ich durfte also immer rumrasen und über Baumstämme springen, während Malou mich fotografierte. Actionbilder find ich ja sowas von spaßiger als die mit Posen. Aber auch paar Bilder mit Posen durften nicht fehlen. Dafür fuhren wir dann extra zu einem Kürbishof. Wieder eine neue Erfahrung, die erstaunlich gut verlief.

November : DIE Bekanntschaft

Jetzt fängt es an, sich langsam alles zu wiederholen. War auch irgendwie klar, denn Anfang des Jahres war Berlin noch neu. Langsam fühl ich mich schon wie ein alter Großstadthase. Auch wandern wir eigentlich jede Woche einmal. Somit wartet meist nichts Neues. Vor allem dann nicht, wenn Malou viel für die Hochschule lernen muss. Aber eine Besonderheit gab es: Ich lernte eine Schönheit kennen! Es war auch nur für ein zufälliges Treffen, aber es war echt super. Ich fand, sie roch so gut. Außerdem lief sie gern, auch mal die paar Meter, für die ich zwischendurch zu faul war. Somit brach das Spiel dank ihr nie ab.

Dezember: Die Jagd nach dem Weihnachtsbild

Malou wollte unbedingt ein Weihnachtsbild für die Weihnachtspost. Die Jagd fing auf dem Celler Weihnachtsmarkt an. Es war nicht wirklich voll. Außerdem gab es schöne Fotolocations. Ein tolles Stadttraining und Erlebnis war der Tag für uns – auch wenn Malou mich sonst eher weniger auf Weihnachtsmärkte mitnimmt. Malou mag die Celler-Bilder, aber sie fand: „Das ist nicht 100% Weihnachten.“ Somit besuchten wir auch den Postdamer Weihnachtsmarkt. Den touchierten wird aber nur. Denn dort war es uns allen zu voll. Die „Rettung“ war der Luckenwalder Weihnachtsmarkt. Wieder Training und Erlebnis, aber versteckt hinter den Buden gab es eine tolle Stelle für Weihnachtsbilder. Das waren aber noch nicht all unsere Ausflüge. Ende des Monats waren wir dann auch noch in Hamburg, „Speicherstadt-Bilder“ machen. Somit hatte ich im Dezember mein Stadttraining für das Jahr 2020 erledigt. Malou hatte ihr Weihnachtsbild und wir konnten das Jahr geruhsam (mit Trainingsstart für den Heidschnuckenweg und Sturz, der die Kamera beschädigte – so ruhig war es also nicht) ausklingen lassen.

Allgemein war 2019 ein gesundes und schönes Jahr, obwohl ich mir zwei Mal die Augen an Zweigen verletzt hab. Somit kann 2020 nun bitte genauso mindestens so gut starten *zwinker*.
Auch wenn mein Tagebucheintrag etwas spät im Jahr online gestellt wird… Ich wünsche euch, ein frohes, gesundes Jahr 2020! (Hat Malou übrigens auch schon beim Rückblick 2019 & Ausblick 2020 ausgesprochen, wollte es nur noch mal bekräftigen)
Euer Kingsti