„Nein“ in der Erziehung

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Über ewige Ja- / Nein- Sager
Ja und Nein gehören zum Leben. Würde man zu allem Ja sagen, müsste der Tag mehr als 24 Stunden haben. Wäre Nein die Antwort auf alle Fragen, hockt man allein und ohne Spaß im kleinen Kämmerlein. Wenn der Hund fordert, sagen viele immer Ja. „Oh der arme Hund. Wie kannst du nur seine Spielaufforderung ignorieren?!“ Aber wohin führt dieses immer darauf eingehen und den kompletten Tag mit Aktivitäten für den Hund vollplanen? Es gibt viele Hunde, die mehr aufgedreht als entspannt durch den Alltag laufen.

Ein Nein kann Grenzüberschreitungen anzeigen
Es gibt nun mal individuelle Grenzen je Persönlichkeit und Beziehung. Diese sollten auch nicht überschritten werden, weil es zu Unstimmigkeiten bis zu dauerhaften Stress kommen kann. Keiner möchte sich genötigt und unwohl in seiner Haut fühlen. Deshalb ist es wichtig, auch mal Ungefallen zu zeigen.
Hunde zeigen dies auch selber an. Hat dein Hund noch nie ein „Nein“ (Missfallen) gezeigt, dann solltest du dir von einer erfahrenen Person zeigen lassen, wie die Verhaltensweise, Gestik und Mimik vom „Nein“ aussehen. Jeder schlägt mal über die Strenge, vor allem Junghunde versuchen dies immer wieder. Aber nur der, der das „Nein“ nicht ernst nimmt und immer wieder austestet, strapaziert das Vertrauen und die Beziehung. Somit hat schon jeder Hund mal ein „Nein“ zu einem anderen gezeigt, weil dieser die Grenzen überschritten hat.

Nein kann auch gezeigt werden
Von unserer Seite gibt es das „Nein“ sowohl als Körpersprache sowie auch als Kommando/in der Sprache. Unser Freilauf findet viel mit Körpersprache statt. Wenn Kingston sich zu weit entfernt (findet kaum noch statt, der brave Bub ♥), wenden wir uns ab und gehen von ihm weg. Er findet uns gerade nicht interessant und zeigt uns dies. Wir sagen mit dem Körper „Nein“, denn uns gefällt nicht, dass er sich soweit entfernt. Weil er jetzt unsere Grenzen im Freilauf einhält, hat er schnell mit dem Körpersprache-Nein verstanden, was wir von ihm wollten.

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Das ausgesprochene Nein sollte auch gefestigt sein
Genauso ist es mit dem „Kommando Nein„. Es wird geäußert, wenn uns etwas komplett nicht gefällt. Wenn er sich zu sehr auf andere Hunde konzentriert, hinter einer Katze her will oder einfach mal wieder länger ins Leinenziehen verfällt, wird es geäußert. Kingston versteht, dass dies auf Missfallen stößt, weil es meist auch an unseren Grenzen oder den von anderen Menschen und Tieren kratzt.

Frustrationstoleranz ist wichtig für das Einhalten von Grenzen
Zudem reagieren wir auch nicht auf jede Spielaufforderung. Öfter hat man etwas anderes zu tun, wir ignorieren ihn natürlich nicht immer, aber er muss auch tolerieren, wenn wir nicht wollen oder keine Zeit haben. Das dürfen sowohl wir als auch Kingston äußern, solang das Nein nicht Überhand in der positiven Kommunikation übernimmt.

Katzen – die etwas andere Sicht auf Nein
Bei Cleo und Tiger ist es ein bisschen anders. Sie verstehen, wenn man ihnen Grenzen mit „Nein“ aufzeigt, aber reagieren nicht immer darauf. Typisch Katze wollen sie ihre eigenen Interessen durchsetzen und manchmal sind ihnen dabei die Interessen und Meinung des Gegenübers egal. Aber auch Tiger weiß, wann er ordentlich Mist gebaut hat, sowohl von Körpersprache als auch dem Tonfall des Neins her. Im Gegenzug geben sie uns aber auch oft ihre Grenzen zu verstehen. Cleo kuschelt nur, wenn sie es wirklich will. Möchte sie nicht, lässt sie einen einfach stehen.

Ich finde, dass Grenzen und Regeln in jeder Beziehung auch durchgesetzt werden sollten – wenigstens in Ansätzen.

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Fotos: Maria von Maloutainment, Illustrationen: dankenswerter Weise kostenlos von Aram&Abra zur Verfügung gestellt


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