Hart oder herzlich?

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Diese Überschrift kann auf viele Aspekte der Hundehaltung bezogen werden. In diesem Beitrag werde ich mich auf einen Teil der Hundehaltung beziehen, das Spielen.

Spielen ist nicht ein und dasselbe

Ein Hund kann unterschiedliche Spielweisen aufzeigen. Manche sind rassebedingt. Es gibt Hunde, die laufen gern, andere raufen gern. Ich finde, dass jeder Hund seinen Spielcharakter ausleben sollte. Aber es gibt Zeiten, da muss er sich anpassen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der man den anderen respektiert (Ich gehe jetzt davon aus, dass das jeder als Grundlage sieht). Dadurch muss auch  öfter mal ein Kompromiss geschlossen werden. Wohnt Hund dann noch mit anderen Tieren im Haus, müssen dort auch Kompromisse eingegangen werden.

Fangspiel, Kontaktspiel und was es nicht alles gibt

Kingston ist ein „Ich warte, bis du wieder da bist, wenn du unbedingt 100 Meter rennen willst“, „Nur mit viel Körperkontakt ist es ein richtiges Spiel“ und „Wenn ich dich richtig gut leiden kann, dann mach ich komische Grunzgeräusche“-Spieler. Was ein langer Satz, um die Spielweise von Kingston zu erklären. Aber es ist nun einmal so, dass jeder Hund rassespezifisch und charakterlich auch im Spiel seine Besonderheiten hat. Trifft man aber auf einen gegenteiligen Spielpartner oder ein anderes Tier (z.B. Katze), dass dem Spiel nicht standhalten könnte, gebührt es sich, sich respektvoll zurückzuhalten. Wie soll Kingston wissen, dass, wenn er Tiger mit viel Energie und Wucht zum Spielen auffordert, der nicht mit Spaß zurückrempelt, sondern flüchtet und Unbehagen fühlt? Er kann nicht wissen, dass auch andere Spielweisen Spaß machen oder es sie gibt, wenn er nicht gelernt hat, dass es sie gibt.

Hart – so wie Kingston es selbst anbietet

Deshalb haben wir neben der Sozialisierung auch mit dem Spielenlernen angefangen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Kuscheltieren und Spielzeugen bei uns (das sorgt natürlich auch für längere Haltbarkeit bei teureren Spielzeugen). Zur ersten Art gehören Naturkauhorn (Kingston nutzt es zum Rumwerfen und dran zunuckeln), ein paar Kuscheltiere, sein Football und Tauspielzeug. Diese Gruppe ist zum Spielen auf Kingstons Art da. Wir spielen auch ohne Spielzeug mit ihm auf seine Weise. Dieses „härtere“ Spielen mit viel Körperkontakt ist seine Spielweise und damit hat er am meisten Spaß. Deshalb wollen wir es ihm nicht vorenthalten. Mit seinem besten Freund Labbi Eddie spielt er auch oft so.

Herzlich – damit jeder Kontakt im Spiel harmonisch abläuft

Zur zweiten Art gehören auch wieder Kuscheltiere. Diese sind meist teuer gewesen und sie sind schön, wenn man mal fotografiert. Deshalb sind sie prädestiniert, um Kingston das sanfte Spielen beizubringen. Das bedeutet, dass er mit diesen Spielzeugen eher rumläuft und nicht zerrt oder heftig spielt. Das Lernen des „herzlichen“ Spielens hat die Bindung von Tiger und Kingston verändert. Als er jünger war, stürmte Kingston auf Tiger zu, bedrängte ihn, weil er dachte, dass man nur so spielen kann. Aber so wie Tiger mag das auch nicht jeder Hund. Tiger konnte er nicht deuten. Die zweite Spielart ist auch mit dem Wort ‚Vorsichtig‘ verbunden. Dies bedeutet bei uns, dass er wieder zu stürmisch ist. Er macht es immer besser. Tiger und Kingston können jetzt sogar nebeneinander Tricks lernen, weil Tiger nicht mehr dieses Unbehagen mit Kingston verbindet.

Konzentriertes Spielen – Training als Spiel

Nebenbei gibt es auch noch das Apportieren als Spiel. Es hilft dabei, dass Kingston sich zurückhalten kann. Er kann laufen und sich austoben, aber das Spiel folgt Regeln. Das bedeutet auch mal warten und den Drang zurückzustecken. Dies hilft ihm auch nach dem Aufdrehen den Drang nicht zum Überschnappen zu bringen, sodass das Spiel mit anderen ausufern könnte.

Toleranzschwelle & Akzeptanz lehren – Erziehung unterstützen

Durch das Lernen von unterschiedlichen Spielweisen kann Kingston viel besser mit den verschiedenen Charakteren umgehen. Meiner Meinung nach sollte jeder Hund jede Spielart wenigstens kennen. Wenn er nicht alle Spielweisen mag, ist das in Ordnung, aber er sollte sich schon anpassen können. Ein Hund ist keine Maschine. Er durchzieht einen Lernprozess und kann auch mal einen schlechten Tag haben. Deshalb kann es mal zu Bedrängen oder anderen Problemen bei Begegnungen kommen. Wichtig ist, dass eingeschritten wird und den Hunden signalisiert wird, was falsch oder richtig gemacht wurde. Wir stehen in der Verantwortung, unserem Hund die Augen für die vielfältige Welt zu öffnen und ihm zu demonstrieren, wie gehandelt werden sollte. Kingston hat so gut wie keinen Will-to-please, deshalb ist es noch wichtiger, ihn zu erziehen und ihm anzuzeigen, welches Verhalten angebracht ist. Hunde, die sofort alles auf Kommando machen, brauchen aber auch diese Erziehung! Auch wenn sie aus problematischen Situationen einfach abgezogen werden können, kann die einseitige Erziehung dazu führen, dass sich problematische Situationen erst ergeben.

Hart oder Herzlich?

Das ist nicht auf die Erziehungsmethode bezogen, sondern auf die Spielweise. Der Ausgleich zwischen beidem ist genauso wichtig wie der Ausgleich zwischen Ruhe und Aktivität. Ob mit Körperkontakt oder doch lieber als Kilometerrenner, jeder Hund hat seine Spielweise, die sogar abhängig vom Spielpartner ist. Deshalb ist es so wichtig, seinem Hund alle Möglichkeiten aufzuzeigen. Wenn die Erziehung alle Facetten der Welt abdeckt, kommt es zu weniger Kommunikationsproblemen.

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Fotos: Maria von Maloutainment, Illustrationen: dankenswerter Weise kostenlos von Aram&Abra zur Verfügung gestellt


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Ein Kommentar bei „Hart oder herzlich?“

  1. […] liebe es, mit anderen zu spielen. Wenn sie den Anschein machen, sie möchten spielen, dann wird aufgefordert, bis die Spucke wegbleibt… Oder sie mir zeigen, dass sie nicht wollen. Die Katzen haben das aber nicht drauf. Sie sehen […]

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