Die Leine – verteufelt & verurteilt, aber richtig eingesetzt eine Hilfe

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Jeder möchte seinen Hund frei laufen lassen. Ihm seine Freiheit gewähren. Aber wenn der Hund nicht rückrufbar ist, wird das schnell zu einem Problem. Denn auch wenn der Hund noch so brav ist, der andere Hund kann bei Konfrontation anders reagieren, als der „brave Hund“-Halter gedacht hat. Das kann am Charakter oder Erfahrungen des weiteren Hundes liegen, die der Halter des freilaufenden Hundes nicht kennt oder kennen kann, weil der andere Hund beispielweise fremd ist. Um Gefahren und Verletzungen zu vermeiden (die Verletzungen kannst du auch ganz einfach bei einem Autounfall mit diesen Produkten reduzieren), sollte also die Leine Mittel der Wahl sein – spätestens in Situationen, in denen der eigene Hund nicht abrufbar ist. Die Leine hat auch viele Vorteile, die gern mal vergessen werden, weshalb ich im Weiteren die mir bekannten Vorteile aufzähle.

Verbindung zum Halter stärken

Wenn der Hund sehr selbstständig ist oder gern allein entscheidet, kann die Leine die Verbindung zum Halter stärken. Diese Stärkung wird spätestens bei jagenden Hunden, die eigentlich nicht jagen sollen, genutzt. Damit der Hund nicht im Unterholz verschwindet, wird die Leine angehängt. Dabei muss die Leine nicht Einschränkung bedeuten. Es gibt genug Schleppleinen, die dem Hund große Freiheiten einräumen, ohne dass der Halter Angst haben muss, die Verbindung zum Hund ganz zu verlieren.

Unterstützung bei der Erziehung

Die Leine kann auch dazu benutzt werden, dem Hund die richtigen Motivationen aufzuzeigen. Denn fängt er an zu pöbeln oder zu jagen, bekommt er meist schnell eine Bestätigung zurück, die sein Verhalten stärkt, wenn nicht eingegriffen wird. Verschiedene Verhalten(smunster) können mit Leine abgebrochen werden, sodass der Hund gar keine Bestätigung bekommt. Dadurch kann der Lerneffekt beim Abgewöhnen von unerwünschten Verhaltensmustern verstärkt werden.

Teamfähigkeit des Hundes stärken

Wenn ungewünschtes Verhalten abtrainiert werden soll, ist man schon im Thema Erziehung. Mit der Leine lernt der Hund, dass es ein Wir und nicht nur ein Ich gibt. Dies kann bei einigen Hunden auch im Freilauf anerzogen werden, aber die Leine ist zum Teamworkerarbeiten ein gutes Mittel, solang auch auf die Kooperation gearbeitet wird. Gehe ich mit meinem Hund an der Leine und achte nicht auf ihn, sondern lasse den Spaziergang nur so vor sich hindauern, kann auch an der Leine kein Team entstehen. Mit der Leine sollte zur Teambildung schon so gearbeitet werden, dass auch dort gilt, dass man zusammenarbeitet und nicht jeder für sich eine Entscheidung fällt. Als Team meine ich vor allem, dass der Hund auch seinen Halter wahrnimmt und nicht nur auf sich fokussiert ist.

Ablenkung und Trainingsabbruch unterbinden

Beim Training kann die Leine auch helfen, damit der Hund nicht komplett aus der Trainingseinheit durch eine Ablenkung verschwindet. Denn die Leine schafft immer eine Verbindung und deshalb können auch Ablenkungen unterbunden werden. Außerdem können Trainingseinheiten am Anfang in einem sichereren Umfeld durch die Leine statt finden. Wenn die Leine am Hund ist, sind die meisten Halter selbstbewusster und können einfach Kommandos aufbauen. Mit der Zeit kann die Leine dann erst liegen gelassen werden oder ganz abgenommen werden.


Fotos: Maria von Maloutainment, Illustrationen: dankenswerter Weise kostenlos von Aram&Abra zur Verfügung gestellt


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Ein Kommentar bei „Die Leine – verteufelt & verurteilt, aber richtig eingesetzt eine Hilfe“

  1. […] einfügt? Natürlich kann man mit einem Platz für den Hund arbeiten und ihn dort auch anleinen, falls er lernen muss, dass er auf dem Platz bleiben soll. Aber der Grundgehorsam sollte schon […]

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