Nach dem Abchecken, ob dein Arbeitsplatz zu deinem Hund passt, gibt es auch den Faktor Hund, der bei der Entscheidung „Mein Hund wird Bürohund“ beachtet werden sollte. Denn dein Hund ist während der Arbeitszeit bei dir. Deshalb sollte er sich in das Arbeitsklima auch einfügen und keine Störung sein.

Lautstärke & Ruhe

Am Arbeitsplatz wird Konzentration gebraucht. Bei uns kennt das Kingston auch vom Bloggen. Denn, wenn ich am Laptop sitze, kann er natürlich immer zu mir kommen, aber es wird nicht durchgehend von ihm gestört. Er bellt dann sogar kaum wegen dem Postboten, wobei Kingston sowieso nicht oft bellt *zwinker*.
Natürlich braucht es Ruhe während der Arbeit, damit Fehler vermieden werden. Wenn der Hund durchgängig irgendwelche Lautäußerungen von sich gibt, sorgt das für eine anstrengende Arbeit, denn die Geräuschkulisse ist viel lauter. Außerdem gibt es auch Menschen, die bestimmte Frequenzen einfach nicht hören mögen oder dadurch Kopfschmerzen bekommen.Wenn der Hund dann zu oft anschlägt, ist das für das Betriebsklima nicht zuträglich. Deshalb sollte der Hund entweder von sich aus leise sein oder ihm sollte Ruhe vorher beigebracht werden.

Mensch-Hund-Bindung & Erziehung

Bei dem Leisesein kann auch die schon vorhandene Erziehung helfen. Wenn der Hund zur Ruhe aufgefordert wird, sollte er sich zeitnah beruhigen, damit die Lautstärke nicht Überhand nimmt. Die Mensch-Hund-Beziehung kann dabei helfen, den Hund einzuschätzen, ob er die nötige Grunderziehung besitzt: Kann man ihm zutrauen, dass er sich in den Arbeitsalltag einfügt?
Natürlich kann man mit einem Platz für den Hund arbeiten und ihn dort auch anleinen, falls er lernen muss, dass er auf dem Platz bleiben soll. Aber der die grundlegende Erziehung sollte schon vorhanden sein, damit Problemen aus dem Weg gegangen werden kann. Ein gute Mensch-Hund-Beziehung könnte zum Beispiel beim Gassigehen rund um die Arbeitsstätte nötig sein, damit man stressfrei wieder auf Arbeit ankommt.

Aktivität & Auslastung

Ruhe, Aktivität und deren Gleichgewicht habe ich auf diesem Blog schon mal angesprochen. Wichtig ist dieser Ausgleich auch auf Arbeit. Wenn gearbeitet wird, kann der Hund nicht bespaßt werden. Deshalb sollte er dann seine Ruhephasen nutzen. In den Pausen kann er ausgelastet werden. Aber ein Hund, der nicht entspannt warten kann, ist keine Bereicherung am Arbeitsplatz. Wenn er immer wieder fordert und ablenkt, ist keinem geholfen.
Natürlich sollte man die Aktivitäten mit Hund nicht vernachlässigen, z.B. in den Pausen. Während der Konzentrationsphase muss sich der Hund hingegen alleine beschäftigen können, ohne dass er dabei andere stört, oder ruhen. Die Routinen der Ruhe folgend auf Actionphasen können natürlich auch zuhause antrainiert werden, bevor der Hund mit zur Arbeit genommen wird.

Verträglichkeit & soziales Auftreten

Als letztes sollte der Hund mit Mensch und Tier verträglich sein. Bei einem kleinen Betrieb ist das natürlich eine andere Abwägung als bei einem großen. Der Hund soll eine Bereicherung des Arbeitsplatzes sein. Deshalb sollte gut organisiert werden, dass dein Hund nicht viel Kontakt mit anderen hat (falls er nicht so Mensch/Hund-verträglich ist). Mit verträglichen Hund funktioniert das Thema Bürohund besser, weil jeder am Platz des Hundes vorbei gehen kann.
Kingston erfüllt das Klischee (wobei er sonst nicht in die meisten Schubladen passt *zwinker*) und mag tatsächlich Paket- & Postboten nicht sehr. Denen muss er aber nicht an seinem Platz begegnen und dadurch haben wir den Konfliktfall umgangen. Könnte er keinen Menschen in seine Nähe lassen, hätte er kein Bürohund werden können, denn es müssen immer wieder mal Mitarbeiter oder der Chef an die Schränke in seiner Nähe.

Kann mein Hund ein Bürohund werden?

Ob dein Hund die Fähigkeiten zum Bürohund hat, musst zunächst du entscheiden. Er wird es dann in den ersten Situationen zeigen, ob er wirklich dafür geschaffen ist. Vergiss aber nicht, dass auch die Grundlagen deines Arbeitsumfeldes beachtet werden sollte. Wenn alles passt, wünschen wir euch tolle Arbeitstage!

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