Hundeadoption nicht nur mit Herz – sondern auch den Kopf anschalten!

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Ich will nicht bestreiten, dass es bei einem Hund Klick machen muss, damit man mit ihm auch trotz schlechten Zeiten mit stolzgeschwellter Brust durchs Leben läuft. Aber sollte man einen Hund ins Leben holen, weil er als Welpe so niedlich ist oder so eine traurige Geschichte hat oder so hübsch aussieht? Seien wir ehrlich. Man kann den Charakter eines Hundes nicht auf den ersten Blick komplett wahrnehmen. Man merkt nur, dass man zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens auf einer Wellenlänge schwebt. Dies garantiert aber nicht, dass man das gleiche Leben und die gleiche Familie teilen könnte. Ich finde, dass man zunächst nach bestimmten Kriterien logisch entscheiden sollte, ob ein Hund zu einem passt. Dann bestätigt das Bauchgefühl, ob es so ist. Liegt man bei Nein, das Bauchgefühl sagt Ja, sollte man immer zugunsten des Hundes entscheiden. Beispiel: Es bringt nichts, wenn man ihn aus dem Tierheim holt, aber am Tag keine Zeit hat, weil man immer auf Achse ist und der Hund alleine zuhause bleiben muss. Nun die Kriterien, die man nicht aus den Augen verlieren sollte, wenn man ein Hund in sein Leben holen möchte:

Passt der Charakter zu meinem?

Es gibt verschiedene Charaktere beim Hund wie beim Menschen. Ist man ein weicher Mensch, sollte man sich keinen Hund holen, der sich alles nach seinem Belieben versucht zu verdrehen. Hat man einen Hund, der Körperkontakt mag, sollte man dies auch zulassen können. Wenn man  einen Hund hat, der nur kurzen Körperkontakt mag, sollte man dies auch leben können. Nichts ist schlimmer als Zwang und Drang 😉 .
Am einfachsten ist diese Einschätzung mit Rassehund. Natürlich sind nicht alle Rassehunde komplett der Charakter, der der Rasse zugeordnet wird. Aber man hat ein ungefähres Bild. Möchte man einen Hund aus dem Tierheim, sind die Beschreibungen sehr gut, wenn sie zuverlässlich sind. Wenn man weiß, welche Rassen im Hund verankert sind, kann man dadurch auch ungefähr ahnen, wie er sein könnte. Man muss den Einschätzungen derer vertrauen, die den Hund schon kennen.
Wichtig ist, dass man sich mit dem Hund versteht und nicht totale Unterschiede holt. Denn dann kann es zu Probleme führen, weil der Hund nicht vom Menschen verstanden oder geführt werden kann. Ein aktiver Hund braucht nun mal mehr körperliche Beschäftigung, wenn dies nicht gewährleistet werden kann, sollte zu Gunsten des Hundes entschieden werden.

Passt der Hund zu meinem jetzigen Leben (Umfeld, Aktivitäten und Zeitmanagement)?

Wie ist mein Leben jetzt aufgebaut? Wie viel Zeit verbringe ich draußen, aktiv oder ruhig? Wie viel kann ich mir zutrauen, daran zu verändern? ←→ Wie viel Bewegung braucht der Hund? Ist sein Wesen unerschrocken oder muss man Einschränkungen/mehr Blick auf bestimmte Sachen wenden?
Wer gehört zu meinem Leben? Sind Allergien vorhanden? Wer unterstützt mich oder versucht, dass ich lieber warte oder keinen Hund hole? Hat die Person gute Argumente? Leben andere Tiere bei mir im Haushalt?←→ Wie verträgt sich der Hund mit anderen Tieren oder könnte sich mit den Menschen aus meinem Umfeld verstehen? Ist er lieber auf eine Person beschränkt oder kann er eine ganze Familie ab (im Gegenzug meine Lebensverhältnisse anschauen)?
Erst wenn es wirklich hauptsächlich Übereinstimmungen zwischen den Bedürfnissen des Hundes und den Gegebenheiten bei mir gibt, würde ich mir Gedanken über den nächsten Punkt machen. Denn gibt es zu wenige Übereinstimmungen holt man sich den Hund nur für sich selbst, aus welchem Grund auch immer (vielleicht weil ein Welpe so süß ist) und tut damit dem Hund oft keinen Gefallen.

Passt der Charakter des Hundes/der Hund zu meiner Zukunft (Umfeld, Aktivitäten und Zeitmanagement)?

Genauso wichtig wie die Vergangenheit ist die Zukunft. Was plant man in den nächsten 10-20Jahren. Ein Hund wird alt und man sollte in dieser Zeit ihn auch halten können. Die Fragen sind die gleichen wie hierüber und alle weiteren, die dir bei der Frage über dieser eingefallen sind. Man sollte immer zum Wohle des Hundes entscheiden, denn dieser kann sich nur über Problememachen äußern und dann kann es schon zu spät sein.

Welpe oder adulter Hund?

Beim Welpen entwickelt sich der Charakter. Der adulte Hund kann beschrieben werden, aber beim Welpen gibt es viel Änderungspotential. Wenn ein adulter Hund Probleme hat, kann er sich natürlich auch durch Erziehung und Training ändern, aber Welpen entwickeln sich auch selbstständig. Dadurch muss man die Elterntiere und die Rasse(n) ansehen, ob sie zu einem passen, in der Vorgehensweise der oberen Fragen.

Ich will mit diesem Beitrag nichts gegen das Bauchgefühl einwenden. Auch wenn man mit so viel Logik und Objektivität an dieses Thema geht, kann es schief gehen, wenn die Chemie nicht stimmt. Aber ich möchte gegen diese Zufalls- und Spontanentscheidungen sprechen. Natürlich gibt es immer wieder glückliche Fälle. Aber wie viele Hunde sind schon durch mehrere Hände gewandert, weil er vielleicht allen Leid tat? Deshalb ist die Hundeadoption nicht nur Herz- sondern auch Kopfsache!

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1 Kommentar

  1. […] unterwegs, um nochmal Bilder für D.Dogs 740 zu machen. Dabei ist auch das Bild unseres letzten Wochenthemas entstanden. Manchmal habe ich keine Lust zu modeln, aber wenn wir zu dritt unterwegs sind, kann ich […]

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