F*ck cancer!

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Falls es aufgefallen ist, habe ich in 2016 meinen Seelenhund Obelix nie wirklich erwähnt. Auch wenn der Schmerz nicht mehr so tief wie am Anfang sitzt (Ich brauchte 3 Jahre, damit ein neuer Hund, unser King, einziehen konnte), ließ mich sein Tod 2016 doch noch so weit erstarren, dass ich nicht drüber reden und schreiben konnte.

2017 soll anders werden. Obelix will ich nicht vergessen, aber die ganzen schlechte Gefühle wegen seines Todes überwinden. Denn für so viele negative Gefühle, hat er in seinem Leben viel zu viel gute Gefühle hervorgebracht!

Obelix ging es sein Leben lang gut, vielleicht mal eine angerissene Kralle, aber nichts schlimmes. Eines Tages fing es dann an. Wir waren spazieren und er lief gegen einen geparkten Anhänger. Es war wirklich viel Platz vorhanden, aber er lief dagegen. Das gab mir zu denken. Diese Störungen mit Taumeln und extrem Anhänglichsein häuften sich. Ich glaube, jeder Hundehalter kann nachvollziehen, wie ich mich bei seinem Abbau gefühlt habe. Wir waren natürlich beim Tierarzt. Als es ganz schlimm war, waren wir in der Tierklinik. Obelix soll einen Schlaganfall erlitten haben. Es wurden Medikamente gegeben und nach einer Nacht wurde eine gute Prognose abgegeben. Obwohl gesagt wurde, dass man nie sagen könnte, ob so ein Schlafanfall nicht doch noch mal vorkommen könnte.
Ich war am Ende meiner guten Laune und Kraft. Ich litt mit ihm. Aber in den Tagen nach der Klinik ging es ihm wieder besser. Meine Schwester und ich fuhren auf eine Freizeit. Obelix ging es gut, soweit wir wussten und es war auch nur 1 Woche. Als wir zuhause waren, erzählte uns meine Ma, das Obelix eine Notoperation hatte. Sie wollte nicht die letzten zwei Tage der Freizeit ruinieren und erzählte es uns deshalb erst danach. Obelixs Milz war gerissen, durch Tumore! Als sie es uns erzählte, wir unseren geliebten Hund mit Halskrause und riesen Naht sahen, brachen wir in Tränen aus. Ich sackte zusammen. Das alles war zu viel für mich. Niemand hatte uns vor den Tumoren gewarnt, niemand hatte nachgesehen! Obelix ging es doch vor unserer Abreise gut!
Die Tage nach unserer Ankunft ging es Obelix wieder sehr gut. Wir kuschelten, gingen Gassi. Aber wir machten auch Familienfotos. Die Tierärzte meinten, dass die Tumore in der Milz wahrscheinlich schon viel gestreut hatten. Sie gaben Obelix höchstens einen Monat. Aber er trat gar nicht krank auf. Er verhielt sich wieder normal.

Eines Tages zog sich Obelix dann zurück. Wir dachten, er würde was fressen gehen. Weil er nicht wiederkam, gingen wir schauen. Er lag da und zuckte wild. Sein Maul schnappte unkontrolliert. Der Urin lief aus seiner Blase. Es war ein furchtbarer Anblick.
Wir riefen beim Tierarzt an und hofften, dass er sich erholt. Der Tierarzt meinte, wir sollten ihn rausbegleiten, damit er seine Blase entleeren kann und schauen, ob er wieder zur Ruhe kommt. Es verlief genauso. Obelix war natürlich schwach auf den Beinen, aber er lief mit Hilfe. Er trank und erwiderte unsere Streicheleinheiten.
Natürlich kann jeder jetzt vorausahnen, dass es trotzdem kein gutes Ende genommen hat. Denn sonst würde dieser Blog von ihm und nicht von Obelix handeln oder es würde diesen Blog vielleicht auch gar nicht geben.
Als er wieder halbwegs lief, schlichen sich die Hoffnungsgedanken bei mir ein, während die schlimmen Erinnerungen von dem zappelnden Obelix noch in meinem Kopf herumschwirrten. Er trank etwas. Ich streichelte ihn. Er lehnte seinen Kopf in meine Hand und schaute mich an. Da knallte mir die Wahrheit ins Gesicht. Sein Blick sagte alles. Er wollte gehen. Einige Sekunden später fingen die Zuckungen wieder an. Meine Ma rief den Tierarzt. Wir standen ihm in den letzten Momenten seines Lebens bei. Sein Leben wich unter Streicheleinheiten aus ihm.
Für mich brach eine Welt zusammen. Bin ich doch mit ihm groß geworden (seit ich sieben war, war er unser Familienhund). Er hatte mich in so schlimmen Stunden begleitet und mich auch oft beschützt gehabt. Das war nun alles vorbei. Diesen Schmerz, der mich zu dem Zeitpunkt ergriff, hatte ich noch nie empfunden. Er war so groß und einnehmend. Ich bekomme ihn nicht in Worte gefasst.

Leben und Tod gehören nun mal zueinander. Auch wenn der Schmerz um Obelixs Tod noch so groß war und teilweise noch ist, sein Leben war grandioser. Natürlich trauert man. Aber man muss auch irgendwann vom Schmerz (nicht vom Hund) loslassen. Ich gestehe mir zu, immernoch ab und zu zu trauern. Aber es darf nicht mehr das wertvolle Leben von Obelix überschatten!

P.S. Es wurde nie wirklich rausgefunden, warum Obelix starb. Aber sehr wahrscheinlich wurde der Schlaganfall falsch prognostiziert. Weil er schon so viel Tumore in der Leber hatte, waren sie wahrscheinlich auch schon in seinem Kopf angekommen. Deshalb F*ck cancer!

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2 Kommentare

  1. Hey,
    Du hast mein Respekt es ist schwer darüber zu schreiben das weiß ich weil es nur einen Seelenhund auf der Welt gibt. Aber auch ich habe dies durch gemacht, mein Seelenhund ist dieses Jahr seit 5 Jahren nicht mehr bei mir. Es fällt schwer, aber im Herzen Leben sie weiter…
    Ich habe wie ein Schlosshund geheult wo ich das gelesen habe…
    Wie alt wurde Obelix?

    Lg Sarah und Rudel:)

    1. Hi, danke und mein Beileid auch zu deinem Verlust.
      Obelix wurde 10 Jahre. Leider nicht sehr alt, aber immerhin hatte er die zweistellige Zahl erreicht..

      Herzliche Grüße,
      Malou

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